Fit im Pferdesport und Reitsport

Die Liebe zu den Pferden fängt oft im Teenageralter an. Oft sind es die jungen Mädchen, die unbedingt ein Pflegepferd betreuen möchten und sie verbringen daher viele Stunden auf dem Reiterhof oder in der Reitschule.
Den richtigen Umgang mit dem Pferd lernt man am besten über die Pflege. Striegeln, bürsten, die gründliche Hufpflege mit dem Säubern und dem Einfetten der Hufe, aber auch das Ausmisten der Ställe gehört dazu. Richtiges Aufsatteln muss geübt werden, damit das Pferd keine schmerzhaften Druckstellen unter dem Sattel bekommt. Auch für das ordentliche Anlegen von Zaumzeug mit Trense braucht der Anfänger etwas Übung. Eine Trense ist ein Gebissstück mit beidseitigen Ringen. Hieran werden die beiden Zügel befestigt.
Schritt, Trab und Galopp sind die Grundgangarten bei einem normalen Reitpferd.
Nicht jedes Pferd ist für den Pferdesport geeignet. Hier gibt es große Unterschiede bei den Rassen und Charaktereigenschaften.

Voltigieren – Einstieg in den Reitsport und Leistungssport

Vor dem eigentlichen Reitunterricht sollte ein Anfänger mit dem Voltigieren beginnen. Hierbei wird die Balance im Schritt, Trab und im Galopp auf dem Pferderücken trainiert. Das Pferd läuft dabei im Kreis und wird von einem Reitlehrer an einer Longe geführt. Am Rücken des Pferdes ist der Voltigiergurt mit zwei Haltegriffen angebracht, zusätzlich wird der Rücken durch eine Voltigierdecke geschützt. Einen Sattel trägt das Pferd beim Voltigieren nicht. Ist der Reitanfänger sicher genug, werden die ersten richtigen Reitstunden an der Longe fortgesetzt.
Voltigieren ist jedoch nicht nur der Einstieg in den Reitsport. Auch als Leistungssport wird das Voltigieren betrieben.
Nach vielen Monaten Unterricht entscheidet man sich oft für ein oder zwei bestimmte Pferdesportarten.

Dressurreiten – die Grundlage des Pferdesports

Das Dressurreiten sollte sicher beherrscht werden, um weitere Pferdesportarten ausüben zu können. Es ist praktisch die Grundvoraussetzung. Beim Dressurreiten werden mit dem Pferd verschiedene Dressuraufgaben trainiert. Dabei kommen alle Grundgangarten in Frage.
Das normale Dressurviereck, in dem trainiert wird, hat eine Größe von 20 m x 40 m. Rund um die Bande sind die Buchstaben M – B – F – A – K – E – H und C angebracht. Diese werden zur Ausübung der verschiedenen Dressurfiguren benötigt.

Springreiten – setzt eine gute Grundausbildung voraus

Auf einem Parcours werden verschiedenartige Hürden aufgebaut. Die Bekanntesten sind der Oxer (mit einer Hecke zwischen waagerechten Stangen), die Mauer (aus aufeinandergestapelten Holzkisten), ein Rick (mit übereinander angeordneten Stangen), der Wall (als Hügel mit Hindernissen) und der Wassergraben (flaches Wasserbecken).

Vielseitigkeitsreiten – das frühere Military

Diese Sportart wird überwiegend als Wettbewerb ausgeführt. Hierbei sind drei Teil – Prüfungen zu meistern. Das Dressurreiten, der Geländeritt und das Springreiten.

Trabrennen – Trabreiten

Eine weitere Variante des Pferdesports ist das Trabrennen. Im Trab werden von den Pferden zweirädrige Wagen gezogen, dem sogenannten Sulky. Die Pferde werden eigens für diesen Sport und diese Gangart gezüchtet und ausgebildet. Über die gesamte Distanz des Rennens muss das Pferd im Trab bleiben. Fällt es z.B. während des Rennens in den Galopp, wird es sofort disqualifiziert.
In den letzten Jahren ist auch das “Trabreiten” in Mode gekommen. Hier wird ganz auf den Sulky verzichtet.